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Hautallergietest und Biobanking bei Patienten mit Lebensmittelallergien

Nach aktuellen Zahlen sind etwa 5 – 7% der Bevölkerung von Nahrungsmittelallergien betroffen. Um Nahrungsmittelallergien besser zu verstehen und in der Zukunft niedrig-allergene Nahrungsmittel entwickeln zu können, sollen in einem gemeinsamen Projekt des Fraunhofer ITEM in Hannover, des Fraunhofer Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Leipzig und des Fraunhofer Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) in Freising Informationen über Patienten mit Lebensmittelallergien gesammelt werden. Blutproben von diesen Probanden und gesunden Kontrollteilnehmern sollen gewonnen und in zwei Biobanken gelagert werden. Mithilfe eines spezifischen Pricktests und eines Symptomfragebogens sollen an drei Studienzentren (Hannover, Berlin und Leipzig) 600 freiwillige Probanden klassifiziert werden.

Am Beispiel Soja ist es den Kollegen vom Fraunhofer IZI und IVV bereits gelungen, allergieauslösende Eiweiße in Soja zu identifizieren und gezielt zu verändern. Um zu untersuchen, ob Probanden mit bekannter klinisch symptomatischer Sojaallergie und einem positiven Pricktest auf Soja tatsächlich weniger auf diese neuen Sojazubereitungen reagieren, wollen wir in einem weiteren Forschungsvorhaben einen Pricktest mit bekanntem Soja-Allergen und den neuen Sojazubereitungen durchführen und die Ergebnisse vergleichen.

Die Ergebnisse der Forschungsvorhaben können dazu beitragen, Nahrungsmittelallergien besser zu verstehen und die Entwicklung hypoallergener Nahrungsmittel voranzutreiben.