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Techniken und Verfahren der MHH CRC Core Facility

Studien im CRC Hannover profitieren sowohl von der herausragenden klinischen Exzellenz der MHH und ihren fortschrittlichen Methoden für Diagnostik und Therapie, als auch von dem hochkompetenten und erfahrenen Team des CRC Hannover.

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Echokardiographie

Echokardiographie ist ein nichtinvasives Verfahren, das durch Ultraschall Bilder vom Herzen erzeugt.

Dieses Verfahren ist frei von Risiken und Nebenwirkungen und wird verwendet, um das Herz und seine Funktion zu untersuchen.

Klinische Mikrodialyse

Die Mikrodialyse ist ein minimalinvasives Verfahren, mit dem die interstitielle Konzentration endogener Moleküle im Gehirn, der Haut, im Fettgewebe, der Skelettmuskulatur, in Herz, Niere und Leber bei gleichzeitiger Untersuchung der lokalen Durchblutung gemessen werden kann.

Ferner ist diese Methode sehr hilfreich, um Wirkstoffkonzentrationen im Gewebe im Rahmen von pharmakokinetischen Studien zu evaluieren.

Messung der Körperzusammensetzung mit Bioimpedanzanalyse

Die Bioimpedanzanalyse ist eine einfache Methode zur Bestimmung der Körperzusammensetzung. Die Impedanz des Zellgewebes ist abhängig von seinem Wassergehalt und unterscheidet sich somit für Fettgewebe und andere Gewebe. Mithilfe von vier Elektroden wird ein minimaler elektrischer Strom von 1 bis 10 µA (so gering, dass der Patient ihn nicht spürt) durch den Körper geschickt.

Die Impedanzmessung erfolgt in der Regel zwischen einem Handgelenk und dem Fußknöchel auf der anderen Körperseite. Die Spannung zwischen den Elektroden wird gemessen, um den Gesamtwassergehalt des Körpers zu berechnen. Daraus werden dann wiederum die Anteile an Körperfett und fettfreier Masse ermittelt.

Messung der Körperzusammensetzung mit Air Displacement-Plethysmographie

Der BOD POD ist ein Plethysmograph, der die Körperdichte misst und dadurch die Körperzusammensetzung bestimmt (Fettmasse vs. fettfreie Masse). Im Prinzip ähnlich wie bei einer Volumenbestimmung unter Wasser wird bei diesem Verfahren das Körpervolumen des in dem BOD POD sitzenden Patienten und zusätzlich die Körpermasse (Gewicht) mit einer sehr genauen Waage bestimmt.

Nach Ermittlung der Körperdichte wird die Körperzusammensetzung nach validierten Formeln automatisch berechnet.

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Indirekte Kalorimetrie

Die indirekte Kalorimetrie kommt zum Einsatz, um den Energieumsatz und die Substratoxidationsrate von Studienteilnehmern zu bestimmen. Dabei werden sowohl der Sauerstoffverbrauch als auch die Kohlendioxidproduktion im Ruhezustand und unter aerober Belastung gemessen und Parameter des Energiestoffwechsels berechnet.

Dieses nichtinvasive Verfahren wird normalerweise in kardiometabolischen Studien in Kombination mit anderen experimentellen Methoden angewendet.

Hyperinsulinämische euglykämische Clamp-Technik

Dieses aufwendige Verfahren ist die Standardmethode zur Messung der Insulinsensitivität. Es stellt allerdings hohe Anforderung an das Fachwissen des Personals und die technische Ausstattung. Insulin und Glukose werden dem Patienten dabei gleichzeitig als Infusion verabreicht.

Die Insulinresistenz wird dann anhand der Glukoseinfusionsgeschwindigkeit bewertet, die notwendig ist, um den Blutzuckerspiegel trotz der herbeigeführten Hyperinsulinämie konstant zu halten.

Intravenöser Glukosetoleranztest mit häufiger Blutentnahme

Bei diesem Test handelt es sich um eine weitere Methode zur Bestimmung der Insulinresistenz. Nach intravenöser Verabreichung körpergewichtsabhängiger Dosen von Glukose und Insulin werden dem Patienten in kurzen Zeitabständen Blutproben entnommen.

Die Insulinsensitivität wird dann über ein Computermodell anhand der Glukose- und Insulindynamik ermittelt. Diese Untersuchungsmethode hat den Vorteil, dass die Durchführung im Vergleich zur hyperinsulinämischen Clamp-Technik relativ einfach ist.

Kipptisch-Untersuchung

Die Kipptisch-Untersuchung ist ein Verfahren zur diagnostischen Abklärung von vegetativen Entgleisungen und Synkopen. Darüber hinaus kommt sie häufig in Herz-Kreislauf-Studien zur Untersuchung des sympathischen Nervensystems zum Einsatz. Der Patient wird dafür in Rückenlage auf einem horizontalen, kippbaren Tisch festgeschnallt.

Sobald Blutdruck und Herzfrequenz stabil sind, wird der Tisch langsam aufwärts gekippt, bis sich der Patient in vertikaler, aufrechter Position befindet. Dabei werden Blutdruck und Herzfrequenz fortlaufend gemessen. Wenn es dem Patienten in der aufrechten Position gut geht, kann dann zusätzlich an den unteren Extremitäten ein Unterdruck erzeugt werden (Lower-body-negative-pressure-Verfahren, kurz LBNP), um die Kreislaufbelastung weiter zu erhöhen. Die Untersuchung wird abgebrochen, falls sich Schwindelgefühl oder Benommenheit beim Patienten einstellt.

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Mikroneurographie

Mikroneurographie ist eine aufwendige Methode, mit der die Aktivität peripherer Nerven sichtbar gemacht werden kann. Sie wird für Untersuchungen des sympathischen Nervensystems verwendet. Eine dünne Nadelelektrode wird in den Nervus peronaeus eingeführt, normalerweise am rechten Bein. Die Nadel ist mit einem leistungsfähigen Aufnahmeverstärker verbunden.

Die Position der Elektrodenspitze im Nerv wird dann minimal verändert, bis die charakteristischen Reize des sympathischen Nervensystems erkennbar sind. Die Patienten sind während der Untersuchung bei vollem Bewusstsein und können kooperieren, während Tests zum vegetativen Nervensystem durchgeführt und Nervenreize aufgezeichnet werden.

Weitere Ausstattung und Methoden

Die oben beschriebenen Diagnoseverfahren und Geräte stellen nur Beispiele dar. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie wissen möchten, welche Ausstattung darüber hinaus verfügbar ist.