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Provokationsmodelle

Weitere Allergenprovokationsmodelle

  • Inhalative Allergenprovokation
  • Nasale Allergenprovokation
  • Segmentale Allergenprovokation

Neben der natürlichen Exposition mit Allergenen in unseren Provokationsräumen stehen uns weitere Allergenprovokationsverfahren zur Verfügung. Die inhalative Allergenprovokation nutzen wir, um die Wirksamkeit entzündungshemmender Medikamente bei Patienten mit allergischem Asthma zu testen.

Dieses Modell besitzt hohe Prädiktivität. Zusätzlich zur Lungenfunktion können dabei immunologische Parameter überprüft werden. Insbesondere die segmentale Allergenprovokation in Nase und Bronchien ermöglicht auch die Gewinnung von Probenmaterial nach der Exposition. Genauso effektiv lassen sich diese Verfahren jedoch auch zur Wirksamkeitsprüfung neuartiger Arzneimittel einsetzen.

Zu den Fraunhofer-Allergenprovokationsräumen

Fraunhofer-Ozonprovokationsraum

Die inhalative Exposition gegenüber Ozon führt bei gesunden Probanden zu einem Einstrom von Entzündungszellen (neutrophile Granulozyten). Dieses Modell ist hervorragend geeignet, um die Wirksamkeit entzündungshemmender Medikamente zu untersuchen, die sich gegen die bei COPD-Patienten typische, von Neutrophilen dominierte Entzündung richten.

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Endotoxinprovokation

  • Inhalative Endotoxinprovokation
  • Segmentale Endotoxinprovokation

Endotoxine wie beispielsweise LPS (Lipopolysaccharid) lösen eine Entzündung der Atemwege aus. Dieses Modell ist gezielt zur Wirksamkeitsprüfung entzündungshemmender Arzneimittel nutzbar.

Eine Entzündungsreaktion können wir nicht nur durch inhalative Provokation auslösen, sondern auch durch segmentale Applikation von Endotoxin in bestimmten Bereichen der Lunge im Rahmen einer Bronchoskopie.

Provokationen mit Methacholin, Mannitol und Partikeln

Metacholin und Mannitol verwenden wir, um die bronchiale Hyperreagibilität zu charakterisieren. Neben der Standardmethode, bei der Metacholin eingesetzt wird, ist auch Mannitol als Provokationssubstanz mit indirekter Wirkung hervorragend geeignet, die Wirksamkeit entzündungshemmender Medikamente zu prüfen.

Provokationen mit Feinstaubpartikeln führen wir im Rahmen von Grundlagenforschungsprojekten durch, um die Mechanismen der Atemwegsentzündung aufgrund von Umwelteinflüssen und das Gefährdungspotenzial luftgetragener Schadstoffe zu untersuchen.

Kontakt

Prof. Dr. med. Jens Hohlfeld
Fraunhofer ITEM
Bereichsleiter
Telefon +49 511 5350-8101
E-Mail senden

Dr. med. Dipl.-Kfm. Philipp Badorrek
Fraunhofer ITEM
Abteilungsleiter
Telefon +49 511 5350-8130
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